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Ennovation Day 2015 - Nachlese

Internet of Things – Von der Vision zur Realität 

Ennovation Day der BVL Österreich: Um international wettbewerbsfähig zu bleiben, darf Technologiesprung nicht versäumt werden.

135 Teilnehmer konnte die BVL Österreich am 2. Ennovation Day im neuen A1 Logistikcenter in Hagenbrunn bei Wien begrüßen. Welche Potenziale moderne Informationstechnologien bereits heute bieten und an welchen Konzepten für die Zukunft gearbeitet wird, präsentierten Vortragende aus Industrie, Handel und Forschung sowie bekannter Technologieunternehmen. In den Diskussionen und Forumsgesprächen wurde deutlich, dass der Evolutionsprozess längst begonnen hat.


Wie sich das Internet der Dinge entwickelt hat und was sich dahinter verbirgt, erläuterte Roman Stiftner, Präsident BVL Österreich. So entstand in einer ersten Welle das Internet. Social Media als zweite Welle vernetzt heute mehrere Milliarden Menschen in den unterschiedlichen Plattformen. Internetfähige Gegenstände tauschen milliardenfach Daten miteinander aus. Bis 2020 werden sich Datenmengen verdoppeln, wenn nicht verdreifachen. Roman Stiftner: „Es wird entscheidend sein, in den Unternehmen Kompetenzfelder zu erschließen und Mitarbeiter für die Herausforderungen der Zukunft zu qualifizieren.“


Für Sonja Wallner, Vorstandsmitglied A1 Telekom Austria, ist der Ennovation Day ein wichtiger Event, der eine Avantgardefunktion einnimmt und bedeutende Impulse setzt: „Ein Haus wie A1 kann vom Informationsaustausch und Wissenstransfer anlässlich solcher Veranstaltungen viel für das eigene Unternehmen mitnehmen.“ Das moderne A1 Logistikcenter in Hagenbrunn sei auch ein gutes Beispiel dafür wie aus einer Vision Realität geworden ist. In nur einem Jahr Bauzeit entstand auf einer Grundstücksfläche von 60.000m2 das neue Lager mit 21.000 Lagerplätzen.


Visionäre Ansätze als Fundament für zukünftige Erfolgsmodelle

Die anschließenden Keynotes samt Podiumsdiskussion gestalteten Susanne Altendorfer-Kaiser, Montanuniversität Leoben, Stefan Heiglauer, Österreichische Post, Phat Huynh, Telekom Austria Group M2M, und Gerhard Zeiner, SAP Österreich. Im Fokus: Visionäre Ansätze für zukünftige Erfolgsmodelle, das Internet of Things und IKT-Lösungen in der Praxis sowie Aufgabenstellungen, die in den nächsten Jahren auf den Logistiksektor zukommen. Die anschließende Podiumsdiskussion mit intensiver Beteiligung des Auditoriums zeigte deutlich, dass der Entwicklungsprozess nicht mehr aufzuhalten ist. Unternehmen dürften die Trends nicht versäumen und müssten dafür sorgen, dass Organisationsstrukturen mitwachsen. Visionäre Digitalisierungsansätze würden sich auch in der Logistik durch neue smarte Verbindungen zwischen Menschen, Prozessen, Daten, Objekten, Devices und Sensoren zeigen. Wichtig sei es, in der IKT-Euphorie nicht auf den Menschen, auf Datensicherheit und Datenschutz zu vergessen.


Wettbewerbsvorsprung durch intelligente Lösungen

Praxisbeispiele und gewinnbringende Lösungen wurden im nächsten Themenblock vorgestellt. Patrick Karl von Plan.Net Austria veranschaulichte, wie man mit Daten umgehen kann: „Wir mobilisieren Prozesse für neue Geschäftsideen, ziehen Analysen aus Big Data und erarbeiten intelligenteste Informationsarchitektur.“ Isabell Schlüter von Reisewitz LRPS stellte die intelligente Dispositionslösung AuReS vor, die durch einen eigens entwickelten Algorithmus eine Tourenplanung mit 4.000 Aufträgen für 70 Ressourcen in weniger als fünf Minuten ermöglicht. 2 Hubs, 32 Depots, 420 Touren an 365 Tagen im Jahr: Mit diesem flächendeckenden Logistiknetzwerk gelingt es der Cargoe 1,1 Millionen Zeitschriften zwischen 4 und 7 Uhr an 18.000 Kunden auszuliefern und Remissionen zu bearbeiten. Laut Hannes Staubmann von Cargoe Morawa PGV will man die Logistikservices auch auf andere Bereiche wie z.B. auf Banken- und Belegtransporte ausweiten. Peter Rojko, Hafen Wien, informierte über die künftige Ausrichtung des Unternehmens. So soll der Hafen zu einem modernen multimodalen Verkehrsknoten ausgebaut, die Kooperationen mit Seehäfen, Binnenhäfen und Terminals verstärkt oder die Feinverteilung vom Hafen im Hinblick auf Smart Urban Logistics optimiert werden.

 

Evolution statt Revolution

„Industrie 4.0 ist keine Revolution – es ist ein Prozess. Cyber Physical Systems sind die „Befähiger“ einer Industrie und von Logistik 4.0“, so Prof. Klaus-Dieter Thoben, Universität Bremen, in seiner Keynote. Neben Cyber Physical Systems und Sensorik zur Erfassung von physikalischen Daten sei Aktorik zur Wirkung auf physikalische Vorgänge ein Kernelement. Industrie 4.0 Konzepte seien z.B. eine Smart Factory, das Internet der Dinge (IoT) oder das Internet der Services (IoS). Beispiele für eine Logistik 4.0 seien die Digitalisierung in der Logistik, die Materialflussoptimierung durch hochflexible Fördertechnik und eine zustandsbasierte Distribution wie beispielsweise das autonome Entladen von Containern.

 

Standards für innovatives Datenmanagement

Im anschließenden Forumsgespräch über Marktpotenziale durch innovatives Datenmanagement wirkten Gregor Herzog, GS1 Austria, Ljuban Magdelinic, Wiesbauer Österreichische Wurstspezialitäten, Gerd Marlovits, EDITEL Austria, und Sylvia Völker, MARESI Austria, mit. So hätte der EU-Beschluss zur Lebensmittelinformationspflicht und zur Identifizierung von Produkten in Onlinestores den schnelldrehenden Konsumgüterbereich vor immense Herausforderungen gestellt. Immer mehr Onlineplattformen verlangen die GTIN des Produktes. Die Global Trade Item Number ist der GS1 Identifikationsschlüssel zur weltweit eindeutigen Kennzeichnung einer Handelseinheit und ermöglicht den reibungslosen Ablauf von Onlinetransaktionen. Wiesbauer hat über 20 Jahre EDI-Erfahrung und verwendet das EDIFACT-Nachrichtenformat als Standard. Der Wurstspezialist ist mit einer Vielzahl von internationalen und nationalen Kunden via EDI verbunden – mit Logistikpartner zu 100 Prozent. EDITEL unterstützt seine Kunden in der Supply Chain Optimierung durch EDI. 15.000 Anwender nutzten 2015 die EDI-Plattform von EDITEL für 300 Millionen EDI-Transaktionen weltweit. MARESI verwendet GS1 Sync. Unter dem Dach von MARESI werden über 50 Marken betreut. Hinter den Marken stehen Stammdaten. Durch die Lebensmittelinformationspflicht hätte sich der Umgang mit Daten verändert – auch im Hinblick darauf, dass jenes Unternehmen die Haftung trägt, das die Marke auf den Markt bringt.

 

Prof. Peter Faller, Emeritus Wirtschaftsuniversität Wien, gestaltete das Schlusswort und beleuchtete die relevantesten Zukunftsaspekte.

Auftakt Begrüßung Sonja Wallner, A1 Telekom Austria
Gerhard Zeiner, SAP Österreich, Hans-Joachim Schlobach, RS Verlag, Phat Huynh, Telekom Austria Group M2M, Stefan Heiglauer, Österreichische Post, Susanne Altendorfer-Kaiser, Montanuniversität Leoben, Wolfgang Kubesch, BVL Österreich, Roman Stiftner, BVL Österreich, Erwin Trinkl, A1 Telekom Austria
Referat Talkrunde Patrick Karl, Plan.Net Austria, Isabell Schlüter, Reisewitz LRPS, Hannes Staubmann, Cargoe Morawa PGV, Peter Rojko, Wiener Hafen
Auditorium
Keynote Klaus-Dieter Thoben
Kurzstatement Forumsgespräch Gregor Herzog, GS1 Austria, Ljuban Magdelinic, Wiesbauer Österreichische Wurstspezialitäten, Gerd Marlovits, EDITEL Austria, Sylvia Völker, MARESI Austria
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