Der Hafen Wien spielt im Versorgungssystem eine Schlüsselrolle – bei jedem Wetter und zu jeder Jahreszeit. Die hochmoderne Infrastruktur der Drehscheibe beweist immer wieder ihre Resilienz, besonders auch im vergangenen harten Winter.
In Zeiten der Unsicherheit wird die Sehnsucht nach stabilen und beständigen Unternehmen – wie dem Hafen Wien – spürbar größer. Auch und besonders in den Wintermonaten ist der bedeutende Dreh- und Angelpunkt stets gefordert. Dass die Infrastruktur selbst unter extremen Bedingungen verlässlich funktioniert und damit Wirtschaft, Arbeitsplätze und Versorgungssicherheit unterstützt, ist essenziell, wissen die Geschäftsführer Doris Pulker-Rohrhofer und Fritz Lehr.


Ankerpunkt
Der Hafen Wien ist mit seinen Standorten Freudenau, Albern und Lobau als größter öffentlicher Donauhafen Österreichs ganzjährig in Betrieb. Dank optimaler Anbindung an die Verkehrsträger Schiff, Bahn und LKW sowie der Nähe zum Flughafen Wien Schwechat muss er verlässlich für Güter, die per Schiene und Straße umgeschlagen werden, sowie auch für die Schifffahrt offen sein. Pro Jahr werden im Container-Terminal über 470.000 Containereinheiten bewegt. Rund ein Drittel der jährlich etwa 1.000 abgefertigten Frachtschiffe läuft den Hafen auch in den Wintermonaten an. Zusätzlich erfüllt insbesondere der Hafen Freudenau eine besondere Funktion als Schutz- und Winterhafen. Auch das größte Streusalzlager Ostösterreichs ist im Hafen beheimatet.
All Year Round
Um in bewährter Weise einsatzfähig zu bleiben, hat der Hafen als Teil seiner Modernisierungs- und Nachhaltigkeitsstrategie das hauseigene Gerätearsenal aufgerüstet. In der Lagerlogistik, mit beeindruckenden 270.000 m² Lager- und Freiflächen einer der größten Lagerhalter Österreichs, verstärken zwei E-Gabelstapler mit 5 Tonnen Tragkraft. Im Bereich Massen & Schwergut ist seit Februar 2026 ein neuer Hafen Mobilbagger im Einsatz. Ein Kriterium bei der Auswahl war die Freigabe für den Betrieb mit synthetischem HVO. Gerade eröffnet sich übrigens eine seltene Gelegenheit: Im Hafen Albern kommt ein Grundstück mit ca. 16.000 m² Grundfläche an der Hafenkante, drei Hallen im Gesamtausmaß von ca. 5.170 m² und einem Bürogebäude von rund 145 m² zur Vermietung.

Das Eis gebrochen
Gerade bei seltenen, aber besonders intensiven Kälteperioden zeigt sich die Bedeutung einer technischen Ausstattung, die auch für außergewöhnliche Szenarien ausgelegt ist. So wie Anfang 2026, als eine anhaltende Kältewelle erstmals seit dem Jahr 2017 die Wiener Gewässer wieder großflächig zufrieren ließ. „Ab minus sechs Grad frieren die Hafenbecken innerhalb eines Tages zu, ab minus 15 Grad würden sie sich innerhalb weniger Stunden in riesige Eisflächen verwandeln“, erklärt Doris Pulker-Rohrhofer, technische Geschäftsführerin des Hafen Wien. Um den Betrieb aufrechtzuerhalten und Schiffe vor gefährlichem Eisdruck zu schützen, war die „MS Eisvogel“ als Eisbrecher regelmäßig im Einsatz. „Zieht eine massive Kaltfront über Wien, ist die Eisvogel der Garant dafür, dass Frachtschiffe jederzeit ungehinderte Zufahrt zum Kai haben“, so Fritz Lehr, kaufmännischer Geschäftsführer des Hafen Wien. Der Eisbrecher ist ein zentraler Bestandteil der Sicherheits- und Betriebsinfrastruktur und unterstützt damit einen reibungslosen Ablauf im Hafen.
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