Zahlen, Daten, Fakten sind die Comfort Zone der Logistik. Doch der Sektor hat mit seinen noch nicht erzählten Stories ungenutztes Gold in den Schubladen. Pélagie Mepin-Koebel über die Benefits des mutigen Schritts aus der Komfortzone.
Es war einmal ein Sektor, der unglaublich viel leistete. Er war jedoch so bescheiden, dass er oft vergaß, über seine guten Taten zu sprechen. Und das, obwohl er eigentlich so viele spannende Erfolgsgeschichten zu erzählen hatte. Dass sich die Logistik noch nicht intensiv genug mit Storytelling beschäftigt, ist jedenfalls kein Märchen, weiß Pélagie Mepin-Koebel, CEO & Founder von Logtastiq. Geschichten sind Gold wert und sie zu erzählen birgt enormes Potenzial für Unternehmen.


Ein neues Kapitel
Für die Logistik ist es wichtiger Teil des Business, die Kunst des „Number Crunching“ zu beherrschen. Geschichten repräsentieren ergänzend die Form von Inhalten, die sich Menschen am besten merken können. Sie erreichen Zuhörende auf einer besonderen Ebene und bleiben damit präsent im Gedächtnis. Gerade in Zeiten der Aufmerksamkeitsökonomie, wo die menschliche Aufmerksamkeit zur knappsten und wertvollsten Ressource und damit zur Währung in einer informationsüberfluteten Welt wird, ist dies von größter Bedeutung – sowohl bei bestehenden und potenziellen Kunden als auch bei Talenten, die Unternehmen für sich begeistern und halten möchten. Gerade für die „Eh-da-Ressource“ Logistik in ihrer oft unsichtbaren Versorgungsrolle ist genau diese Visibility essenziell.
Es ist Zeit…
…für Logistiker, mit Geschichten zu arbeiten – gut gestalteten Geschichten. Denn es gibt so viel zu erzählen. Stories sind vorhandenes Potenzial, das jedes Unternehmen bereits in der Schublade hat. Sie passieren jeden Tag – in Projekten, in Gesprächen, in Herausforderungen, die gemeistert werden. Ob Kundenprojekt-Vorstellung, Unternehmensgeschichte oder Vision und Warum hinter der Geschäftstätigkeit: Geschichten zeigen, dass Unternehmen die richtigen Partner sind, um Risiken zu minimieren und Probleme zu lösen. Und auch, dass sie attraktive Dienstgeber mit vielfältigen Tätigkeitsfeldern sind. Wichtig dabei: Geschichten dienen nicht dem Selbstzweck. Sie sind Teil des Ziels, Kunden bestmöglichen Service und potenziellen Mitarbeitenden höchste Transparenz zu bieten. Was es für gutes Storytelling braucht?
- Geschichten, die aus dem wahren Leben kommen. Authentisch, ganz ohne erdachte Cases.
- Stories, die den Kunden in den Vordergrund stellen, seine Realität und Themen spiegeln. Die Logistik begleitet als erfahrene Partnerin bei der Lösung von Problemen und gibt Sicherheit.
- Geschichten, die im Idealfall so fesseln, dass sie weitererzählt werden – sowohl intern als auch draußen am Markt.

Geschichten sind Gold
Storytelling lässt sich äußerst vielseitig einsetzen, Social Media sind dabei nur die Spitze des Eisbergs. Auch beispielsweise in der 1:1-Interaktion mit Kunden und Interessierten im Vertriebs- oder Recruitingprozess können sie wirkungsvoll zum Einsatz kommen – vom Erstkontakt bis zum Abschluss. „Geschichten sind durchaus konträr zu dem, was wir Logistiker kennen und womit wir uns zunächst wohlfühlen. Aber jedes Unternehmen, das auch nur einen Schritt aus dieser Komfortzone wagt und das Potenzial des Storytellings nutzt, hat bereits gewonnen“, ist Pélagie Mepin-Koebel überzeugt.