KI ist kein Zukunftsthema – the time is now. Marcus Eiser und Tobias Hässler mit praxisnahen Tipps, wie das Aufspringen auf den Hochgeschwindigkeitszug zugunsten nachhaltiger Wettbewerbsfähigkeit für die Industrie und Europa gelingen kann.
Es ist eine noch die da gewesene Geschwindigkeit, mit der KI die Industrie antreibt. Was in den letzten Jahren mit ChatGPT und der Faszination des Neuen begann, wird in den nächsten 12 bis 24 Monaten zum entscheidenden Faktor für Wettbewerbsfähigkeit werden. Aktuell ist KI in kleinen Teilen durchaus bereits in der industriellen Praxis angekommen. AI im Großen, als Prozesspriorität und Maßstab sowie folglich für die komplette Prozessabbildung wird noch etwas Zeit in Anspruch nehmen. Marcus Eiser, General Manager Business Unit und Tobias Häßler, Head of Sales bei Axians ICT Austria mit einem Einblick in Chancen und Herausforderungen der Schlüsseltechnologie von morgen.

Potential Or Pressure
KI bietet zahlreiche attraktive Chancen, vor allem in sämtlichen Bereichen rund um Effizienz und Qualität wie in der Auslastungs- und Selbstkostenoptimierung. Die Technologie erweitert unter anderem die Möglichkeiten, enorme Datenmengen zielgerichtet zu verarbeiten, Abhängigkeiten zu detektieren sowie Prognosen zu treffen. Vor allem angesichts der Straffung durch Effizienz sowie des Fachkräftemangels kann sie eine wertvolle und notwendige Ergänzung zu den Human Skills folglich Faktor für Wettbewerbsfähigkeit sein. Der KI- und Cloud-Druck wächst somit stetig und verlangt nach zeitnahen Antworten. Es gilt trotz Performance Pressure, zunächst Vertrauen zu den technologischen Entwicklungen zu fassen, Erfahrungen zu sammeln und Sicherheit zu gewinnen. Gelingen kann dies durch erste Use Cases in Rand- und Unterstützungsprozessen vor dem Schritt in die Kernprozesse.
KI als Blackbox?
Im Auge behalten sollten Unternehmen das Risiko, sich immer stärker von KI abhängig zu machen und letztlich ohne die Unterstützung des Maschinenprozesses nicht mehr arbeitsfähig zu sein. Auch die Abhängigkeiten von Daten ist zu bedenken, denn: Fehlende oder schlechte Daten = schlechte KI. Genauso gilt: Falsches KI-Modell = schlechte Prognose = schlechte Entscheidung mit Impact. Das richtige Modell für die jeweiligen Daten und Anwendungen zu identifizieren ist daher erfolgsentscheidend. Zudem sind Aspekte des Datenschutzes stets zu beachten.
KI Top Tipps
Um zur Sicherung des Industriestandorts Österreich beizutragen, ist das Wiedererreichen einer Vorreiterrolle das Ziel. Denn es ist eine Verschiebung der KI-Technologie in andere Märkte zu verzeichnen. Konkret bündelt sich das Know-how derzeit in den USA. Es besteht die Chance, mit passenden Lösungen wieder auf Augenhöhe zu kommen, dies muss jedoch genutzt sein und von jedem Land sowie Unternehmen selbst proaktiv getrieben werden. Andernfalls besteht die Gefahr, elementare Technologien auch zukünftig aus anderen Wirtschaftsräumen beziehen zu müssen. Essenziell ist für Unternehmen laut den Experten: „KI? Ja, aber bitte mit Bedacht. Es empfiehlt sich, Expertise im Haus aufzubauen, Modelle zu selektieren und nicht auf jeden Hype aufzuspringen“, so Tobias Häßler. „KI ist kein Zukunftsthema. Es gilt, heute zu beginnen, sie in Teilprozessen in überschaubaren Bereichen gezielt einzusetzen und damit sukzessive Potenzial zu generieren“, fasst Marcus Eiser zusammen.


Marcus Eiser, Tobias Häßler
Sponsored Content