Serie Special: Transformativ – Kreative Modelle für eine fitte Zukunft

Zukunftsfitness hat viele bunte Gesichter. Wer Strukturen schafft, die Veränderung zulassen, bleibt auch in unsicheren Zeiten am Steuer. Kari Schmachtl zeigt mit einem umfassenden Blick, wie das in der Praxis von Industrie und Logistik gelingen kann.

Es ist nicht der Fußballtisch, der das kreativ-innovative Start-up-Mindset eines Unternehmens definiert. Es ist seine Kultur und Organisation, die Raum schafft für Ideen. Den meisten Menschen mangelt es nicht an Kreativität und viele daraus entstehende Vorschläge klingen großartig. Dennoch braucht es die Wirtschaftlichkeit als Filter und Stimme der Vernunft, um die richtigen Themen zu finden, die wahre technologische und kulturelle Innovationen für die Zukunft hervorbringen. Weiters benötigt es Commitment, Ressourcen und manchmal auch den Mut, eingeschlagene Wege wieder zu verlassen, um zielführendere zu beschreiten. Wie sich all diese Aspekte vereinen lassen? Kari Schmachtl, Eigentümer und Geschäftsführer der Schmachtl GmbH gibt spannende Einblicke.

Serie Special Transformativ BVLÖ

Zukunft sicher gestalten
Gerade eine unsichere, volatile Welt braucht Planbarkeit plus Sicherheit für Zukunftsfitness. Flexibilität und Handlungsfähigkeit bilden folglich die Erfolgsfaktoren der Zeit für Industrie und Logistik. Um diese zu erreichen, empfehlen sich verschiedene Denkanstöße sowie kreative Modelle:

  • Energie trifft Logistik
    Energiewirtschaft und Logistik verschmelzen immer mehr. Hier Autarkie zu managen und Energie im eigenen Haus beherrschbar zu machen, schafft Sicherheit, die besonders in unsicheren Zeiten wertvoll ist. Ob per PV-Anlage am Hallendach plus Batteriespeicher für die elektrifizierte Flotte oder über Power Purchasing Agreements: Energieautarkie ermöglicht Planbarkeit plus Flexibilität in dem Sektor, für den Energie so entscheidend ist.
  • Planbarkeit trifft Situativität
    Der beste Gegenpol zu Volatilität ist Agilität. Denn ein guter Plan zeichnet sich heute dadurch aus, dass er Raum für situative Anpassungen lässt. Planbar und situativ miteinander zu verknüpfen, schafft somit die benötigte Flexibilität. Geplant wird das große Ganze, die Entscheidung im Detail fällt erst dann, wenn die konkrete Situation eintritt.
  • Organisation trifft Agilität
    Die Basis sowohl für Kreativität als auch Flexibilität liegt im Unternehmen selbst. Eine agile Organisation kann das Fundament legen für die essenzielle Fähigkeit, situativ schnell Entscheidungen treffen zu können. Ein Beispiel hierfür: die agile Kreisorganisation in Anlehnung an die Holokratie. Sie schafft Raum für kreative Ideen und Vorschläge, folglich auch für maximale Veränderung.
  • Automatisierung trifft Machbarkeit
    In den letzten Jahren haben sich attraktive Modelle in der Automatisierung entwickelt, die individuelle Integration ohne ausufernde Aufwände erlauben – zum Beispiel bei Autonomen Mobilen Robotern AMR. Eine Analyse der Gegebenheiten und Möglichkeiten vor Ort schafft hierzu Klarheit. Auch in den Operations ergeben sich Automatisierungschancen, um Zeit und Energie zu sparen – beispielsweise bei Rechnungseingänge, Aufgabenerstellung oder der Abwicklung von Anfragen.
  • Flexibilität trifft Handlungsfähigkeit
    Nicht alle Assets müssen sich zwangsläufig im eigenen Besitz befinden. Miet- oder Leasingmodelle wie beispielsweise Robot-As-A-Service oder Power Purchasing Agreements bieten sinnvolle Alternativen. So müssen Investitionen nicht langfristig im Plan verbleiben, denn diese Modelle lassen sich bei Veränderungen flexibel und unkompliziert wieder beenden.
Kari Schmachtl

In A Nutshell
„Zukunftsfitness bedeutet nicht, die Zukunft vorherzusagen. Das ist schlichtweg nicht möglich. Sie umfasst die Fähigkeit, schnell zu reagieren, auf Sicht zu fahren und stets möglichst flexibel und handlungsfähig zu bleiben“, fasst Kari Schmachtl prägnant zusammen.

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